Ajaccio: Die besten Strände, Ausflüge & Unterkünfte
Ajaccio ist die Hauptstadt von Corsica, Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte und liegt direkt am Golf von Ajaccio. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, kleinen Plätzen und Cafés, der Hafen und einige historische Sehenswürdigkeiten machen die Stadt durchaus sehenswert. Aber der eigentliche Vorteil von Ajaccio ist für mich die Lage: Rund um die korsische Hauptstadt findet ihr jede Menge schöne Strände und Buchten, Beach Clubs und Strandrestaurants. Und auch ins grüne Hinterland ist es nicht weit. Perfekt also für eine Mischung aus Stadt, Meer, gutem Essen und kleinen Ausflügen.
Kurz & knapp: Ajaccio Facts
Lage: Westküste von Corsica, am Golf von Ajaccio
Besonderheit: Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte
Spitzname: Cité impériale
Altstadt: historische Gassen, kleine Plätze und der alte Hafen
Sehenswert: Maison Bonaparte, Palais Fesch, Kathedrale, Zitadelle und Markt
Natur: Strände, Küstenwege und die Îles Sanguinaires
Flughafen: Ajaccio Napoleon Bonaparte
Für Ausflüge: Mietwagen empfehlenswert


Besondere Unterkünfte rund um Ajaccio
Wenn ihr schon auf Corsica seid, darf es bei der Unterkunft für mich ruhig etwas besonderer sein. Rund um Ajaccio gibt es ein paar ziemlich ungewöhnliche Möglichkeiten, bei denen schon das Übernachten selbst zum Erlebnis wird.
Cabin mit offenem Dach: Schlafen unter den Sternen
Diese kleine Nature Cabin in der Nähe von Ajaccio ist definitiv nichts für alle, die im Urlaub möglichst viel Luxus und WLAN brauchen. Dafür bekommt ihr etwas, das man nicht jeden Tag findet: ein offenes Dach über dem Bett, viel Natur und nachts einen ziemlich guten Blick auf den Sternenhimmel.
Die Cabin ist bewusst einfach gehalten und fügt sich mitten in die Landschaft ein. Statt Fernseher und WLAN gibt es hier vor allem Ruhe, Natur und ganz viel Zeit draußen. Besonders ungewöhnlich ist das offene Badezimmer mit freistehender Badewanne. Und wenn abends der Himmel klar ist, wird das Bett kurzerhand zum besten Platz zum Sterne schauen.
Ein bisschen Abenteuer gehört allerdings dazu. Die Unterkunft ist wetterabhängig und der Weg dorthin ist nicht gerade für Koffer mit Übergewicht gemacht. Dafür bekommt ihr eine ziemlich außergewöhnliche Nacht mitten in der Natur.
Wohnwagen La Roulotte
Rund 20 Minuten von Ajaccio entfernt, mitten im korsischen Maquis, liegt diese ungewöhnliche Holzunterkunft auf Rädern. Die kleine Roulotte gehört zu einem sehr individuellen Anwesen im Gravona-Tal und wirkt eher wie ein kleines Zuhause mitten in der Natur als wie eine klassische Ferienunterkunft.
Im Inneren gibt es ein Schlafzimmer, ein eigenes Bad, eine kleine Küche und einen Essbereich. Draußen wartet eine private Terrasse unter alten Eichen mit Blick auf die Berge. Dazu gibt es ein kleines Frühstück mit selbstgemachter Marmelade, Orangensaft, Kaffee, Tee und korsischen Canistrelli. Wer noch ein bisschen Wellness möchte, kann außerdem einen privaten Bereich mit Jacuzzi buchen. Ansonsten kann man auch den Pool oder die Gemeinschaftsräume nutzen, die Hühner und Esel besuchen oder selbstangebaute Tomaten pflücken.
Und die Lage passt für diesen Guide ziemlich perfekt: Die Roulotte liegt bereits mitten im Hinterland von Ajaccio. Die beiden Ausflüge zum Fluss und der Schildkrötenfarm, die ich euch weiter unten vorstelle, lassen sich deshalb wunderbar mit einem Aufenthalt hier verbinden. Denn beides liegt quasi direkt nebenan.
Noch mehr besondere Unterkünfte in und rund um Ajaccio
Neben den besonderen Unterkünften oben habe ich noch ein paar Hotels rund um Ajaccio herausgesucht, die ich mir für einen Aufenthalt definitiv genauer anschauen würde. Ich war selbst nicht in diesen Hotels, daher sind das keine persönlichen Empfehlungen aus eigener Erfahrung, sondern Unterkünfte, die mir aufgrund ihrer Lage und Ausstattung aufgefallen sind.
Hôtel La Pinède* liegt direkt an der Route des Sanguinaires, nur wenige Meter vom Strand Barbicaja entfernt. Dazu gibt es einen Pool, private Terrassenmit Blick auf Meer und Pinien. Einfach traumhaft schön!
Hôtel Spunta Di Mare* liegt am Eingang von Ajaccio direkt am Meer und bietet unter anderem einen beheizten Innenpool sowie Panoramablicke über die Bucht von Ajaccio. Praktisch ist außerdem die Nähe zum Flughafen.
Hôtel Cala di Sole* liegt ruhig direkt am Meer an der Route des Sanguinaires und hat einen eigenen kleinen Strand sowie einen Pool. Einige Zimmer bieten außerdem Meerblick und eine Terrasse.
Hôtel Le Week end* liegt ebenfalls direkt an der Küste und ist damit eine schöne Option, wenn ihr möglichst nah am Meer wohnen möchtet. Es gibt einen Pool, eine Sonnenterrasse, Restaurant und Bar sowie Zimmer und Suiten mit Meerblick.
Sublime, hyper-centre d’Ajaccio* liegt mitten in Ajaccio und nur etwa 500 Meter vom Strand entfernt. Die Wohnung ist im hellen Boho Stil eingerichtet und hat neben Meerblick und Terrasse eine richtig schöne freistehende Badewanne, Sauna und Whirlpool.
Ausflüge ins Hinterland von Ajaccio
Nach so viel Natur rund um die Unterkünfte liegt es eigentlich nahe, noch ein bisschen weiter ins Hinterland zu fahren. Rund um das Gravona-Tal wird Corsica noch einmal deutlich grüner und bergiger. Und statt im Meer könnt ihr hier auch einfach mal in einem Fluss baden. Zwei Ausflüge lassen sich dabei besonders gut miteinander verbinden.
Baden im Fluss bei Paillote Andrea
Meer kann Corsica natürlich ziemlich gut. Aber Fluss kann die Insel auch. Bei der Paillote Andrea an der Gravona könnt ihr direkt am Fluss einen Tag in der Natur verbringen. Die Badestelle liegt bei Tavaco im Hinterland von Ajaccio und ist als Badeplatz an der Gravona ausgewiesen. Direkt am Fluss liegt auch die gleichnamige Paillote, die sich perfekt für eine Pause zwischendurch anbietet.
Statt Sand unter den Füßen gibt es hier Felsen, Bäume und klares Flusswasser. Gerade an heißen Sommertagen ist das eine ziemlich schöne Abwechslung zu den Stränden rund um Ajaccio. Beim Baden in den korsischen Flüssen solltet ihr allerdings immer ein bisschen das Wetter im Hinterland im Blick behalten. Nach stärkeren Regenfällen können Wasserstände und Strömungen schnell steigen. Die Sonne an der Küste bedeutet schließlich nicht automatisch, dass es ein paar Kilometer weiter in den Bergen genauso aussieht.



A Cupulatta: Schildkröten statt Strand
Nur ein Stück weiter wartet mit A Cupulatta ein Ausflugsziel der etwas anderen Art. Der Schildkrötenpark liegt bei Vero im Gravona-Tal und widmet sich der Zucht, Erforschung und dem Schutz von Land- und Wasserschildkröten.
Auf dem rund 2,5 Hektar großen Gelände leben zahlreiche verschiedene Arten aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Neben europäischen Landschildkröten könnt ihr hier auch deutlich größere Exemplare sehen. Der Park ist in verschiedene Bereiche gegliedert und liegt mitten in der Natur.
Das klingt vielleicht erst einmal nach einem Ausflug, den man vor allem mit Kindern verbindet. Muss es aber gar nicht sein. Gerade als Abwechslung zu Strand und Meer ist A Cupulatta ziemlich spannend. Und wer Schildkröten mag, kann hier definitiv eine Weile verbringen.
Ajaccio selbst: Was ihr euch anschauen könnt
Auch wenn dieser Guide kein klassischer Stadtguide werden soll, würde ich Ajaccio natürlich nicht komplett auslassen. Die Altstadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Enge Gassen, kleine Plätze, Cafés und der alte Hafen sorgen dafür, dass man hier problemlos ein paar Stunden verbringen kann. Ein bisschen Napoleon gehört dabei natürlich ebenfalls dazu. Im Maison Bonaparte wurde Napoleon 1769 geboren. Sein Geburtshaus ist heute ein Nationalmuseum.
Dazu kommen das Palais Fesch, die Kathedrale und die Zitadelle. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann Richtung Route des Sanguinaires fahren. Die Panoramastraße führt entlang der Küste bis zur Pointe de la Parata und vorbei an zahlreichen Stränden und Buchten. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Strecke ziemlich schön. Oder man wählt die Open Top Bus Tour*, die ist natürlich auch eine schöne Alternative.
Die schönsten Strände, Beach Clubs & Restaurants rund um Ajaccio
Und jetzt geht es endlich ans Meer. Die Küste rund um Ajaccio ist erstaunlich abwechslungsreich. Der Golf erstreckt sich über rund 17 Kilometer und bietet 22 offizielle Badestellen. Entlang der Route des Sanguinaires wechseln sich kleine Buchten, Sandstrände und wilde Küstenabschnitte ab. Am Südufer findet ihr dagegen längere Sandstrände. Was ich an der Gegend besonders mag: Strand und Essen lassen sich hier wunderbar miteinander verbinden. Die Paillotes gehören einfach zur Küste von Ajaccio und machen es ziemlich leicht, einen kompletten Tag am Meer zu verbringen, ohne irgendwann mit einer zerquetschten Brotdose im Auto zu sitzen. Deshalb stelle ich euch die Strände hier direkt zusammen mit den passenden Beach Clubs und Restaurants vor.
Der KOS Beach Club am Plage de Marinella
Die Plage de Marinella liegt an der Route des Sanguinaires und ist bekannt für ihren feinen Sand und das klare, türkisfarbene Wasser. Der Strand wurde außerdem durch den korsischen Sänger Tino Rossi bekannt, der ganz in der Nähe eine Residenz besaß.
Direkt am Strand liegt der KOS Beach Club. Der Club setzt auf einen Boho Chic, der von Bali und den griechischen Inseln inspiriert ist. Dazu kommen mediterrane Küche, Cocktails, Patisserie und eine ziemlich entspannte Beach-Atmosphäre.




Cala Braise & Neptune Plage am Plage de Marinella
Vom KOS Beach Club aus geht es am Strand entlang weiter Richtung Neptune Plage. Dazwischen liegt das Cala Braise, das etwas oberhalb des Strandes auf einer Terrasse liegt. Von hier habt ihr einen schönen Blick über die Plage de Marinella und das Meer. Über eine Treppe geht es hinunter zum Strand, wo ihr auch Liegen mieten könnt. Beim Essen dreht sich im Cala Braise vieles um den Brasero, also einen offenen Grill, auf dem Fleisch und Fisch direkt über dem Feuer zubereitet werden. Die Karte ist eher klein und wechselt regelmäßig.
Ein paar Meter weiter kommt ihr dann zum Neptune Plage, das direkt am Strand liegt. Und das ist wirklich ein ziemlich schöner Beach Club. Viel Holz, natürliche Materialien, gemütliche Sitzbereiche und jede Menge liebevolle Deko sorgen für einen richtig schönen Boho-Look. Dazu kommen Liegen direkt am Wasser und natürlich das Meer gleich vor der Nase. Auf der Karte stehen unter anderem Pizza sowie Fleisch und Fisch vom Holzfeuer.
Plage du Scudo & Paillote du Scudo
Die Plage du Scudo gehört zu den kleineren Stränden entlang der Route des Sanguinaires. Kristallklares Wasser und die wilde Landschaft rund um die Bucht machen den Strand besonders schön.
Direkt über der Bucht liegt die Paillote du Scudo, die auf den Felsen über dem Meer gebaut ist. Es gibt einen Lounge-Bereich für Drinks und Apéro sowie einen offenen Panoramabereich mit Blick über die Bucht. Auf der Karte stehen unter anderem frischer Fisch, Jakobsmuscheln und Fleisch von der Plancha.

Plage de Capitello & L’Alta Rocca
Etwas südlich von Ajaccio liegt die Plage de Capitello, ein schöner Sandstrand am Delta der Flüsse Gravona und Prunelli. Über dem Strand thront der historische Genueserturm Tour de Capitello, der der Gegend noch einmal einen ganz anderen Charakter gibt. Wer also nach dem Baden noch ein bisschen Geschichte mitnehmen möchte, kann einen Spaziergang zum Turm einbauen.
Direkt an der Bucht liegt die L’Alta Rocca, eine ziemlich schöne Paillote mit viel Boho Flair. Die Terrasse liegt direkt am Meer und ist perfekt für ein Mittagessen mit Blick auf die Bucht. Auf der Karte stehen mediterrane Gerichte, Pizza, Salate und Tapas. Später am Tag wird es hier lebhafter, dann kommen Cocktails, Sunset und Musik dazu. Sonntags gibt es in der Saison außerdem einen Brunch.
Plage de Scodi Neri & La Crique und Del Amor
Wer von Ajaccio aus ein Stück die Küste Richtung Süden fahren möchte, kann einen Abstecher zur Plage de Scodi Neri bei Olmeto machen. Der Strand liegt deutlich südlich von Ajaccio und ist damit eher ein kleines Ausflugsziel für einen Tag, an dem ihr Lust habt, noch ein bisschen mehr von der Küste zu sehen.
Direkt an der Bucht liegen gleich zwei Restaurants: La Crique und Del Amor. Das La Crique liegt etwas oberhalb des Strandes und hat eine schöne Terrasse mit Blick über die Bucht. Über eine Treppe kommt ihr hinunter zum Strand, wo ihr auch Liegen mieten könnt. Auf der Karte stehen mediterrane Gerichte und frischer Fisch, unter anderem Dorade, Thunfisch und Oktopus von der Plancha. Auch das Del Amor liegt direkt an der Küste und verbindet Restaurant und Strand. So könnt ihr hier ebenfalls erst ins Wasser und anschließend mit Meerblick etwas essen.



My Ajaccio Takeaways
Ajaccio ist für mich vor allem deshalb interessant, weil ihr hier nicht wirklich zwischen Stadt oder Strand entscheiden müsst. Ihr könnt morgens durch die Altstadt schlendern und ein bisschen Napoleon mitnehmen, danach an einem der Strände entlang der Route des Sanguinaires landen und den Nachmittag im Beach Club verbringen. Und wenn irgendwann genug Sand im Gepäck steckt, geht es ins Hinterland zum Baden im Fluss oder zu den Schildkröten.Dazu kommen besondere Unterkünfte, kleine Buchten und jede Menge Möglichkeiten, einen Strandtag mit gutem Essen zu verbinden.
Ajaccio kann also Napoleon. Aber eben auch Beach Club, Flussbad, Food Touren und Schlafen unter den Sternen. Und genau diese Mischung macht die Region so anziehend.
Noch mehr Korsika entdecken? Wenn ihr auch die Südostküste rund um Porto-Vecchio und Bonifacio erkunden möchtet, schaut gerne auch in meinen passenden Guide. Dort habe ich weitere Tipps für Strände, Restaurants, Ausflüge und besondere Unterkünfte gesammelt.
Mehr Reiseinspiration
Lust auf ein anderes Reiseziel? Dann stöbert gerne noch ein bisschen weiter und lasst euch von meinen neuesten Reisegeschichten und Tipps inspirieren. Vielleicht ist ja schon die nächste Reiseidee dabei.
- Ajaccio: Die besten Strände, Ausflüge & Unterkünfte
Ajaccio ist die Hauptstadt von Corsica, Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte und liegt direkt am Golf von Ajaccio. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, kleinen Plätzen und Cafés, der Hafen und einige historische Sehenswürdigkeiten machen die Stadt durchaus sehenswert. Aber der eigentliche Vorteil von Ajaccio ist für mich die Lage: Rund um die korsische Hauptstadt findet… - London Tipps: Hotels, Restaurants & Erlebnisse
London geht eigentlich immer. Zumindest für mich. Die Stadt ist groß, laut und manchmal ein bisschen chaotisch. London ist aber auch aufregend, weltoffen, bunt, kreativ und unglaublich vielseitig. Eine Weltstadt mit beeindruckender Architektur, coolen Vierteln, tollen Parks und gefühlt unendlich vielen Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht. Natürlich gehören… - Korsika Guide: Die schönsten Orte, Strände und Tipps im Süden
Der Süden Korsikas ist für mich eine dieser Regionen, bei denen man eigentlich gar nicht viel falsch machen kann. Türkisblaues Meer, weiße Sandstrände, kleine Buchten, beeindruckende Küsten und dazu hübsche Orte mit viel korsischem Charme. Besonders gefällt mir das Fehlen von großen Hotelburgen, die sich aneinander reihen. In diesem Guide geht es vor allem um…
























