London Tipps: Hotels, Restaurants & Erlebnisse
London geht eigentlich immer. Zumindest für mich. Die Stadt ist groß, laut und manchmal ein bisschen chaotisch. London ist aber auch aufregend, weltoffen, bunt, kreativ und unglaublich vielseitig. Eine Weltstadt mit beeindruckender Architektur, coolen Vierteln, tollen Parks und gefühlt unendlich vielen Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht. Natürlich gehören bei einer Reise nach London auch Buckingham Palace, Big Ben, Tower Bridge und Co. auch dazu. Gerade beim ersten Besuch würde ich die Klassiker definitiv mitnehmen. Aber dafür braucht ihr mich ehrlich gesagt nicht. Die stehen sowieso in jedem Reiseführer.
In diesem London Guide geht es deshalb um die Dinge, die mir bei meinen Reisen besonders gut gefallen haben. Schöne Hotels, außergewöhnliche Unterkünfte, Restaurants, Cafés und ein paar Erlebnisse abseits der klassischen Sightseeing Liste zu sein.



Besondere Unterkünfte in London
Übernachten auf einem echten Narrowboat am Victoria Park
Zum Start habe ich direkt etwas Besonderes für euch. Natürlich gibt es in London unzählige schöne Hotels. Von coolen Boutiquehotels über Designhotels bis hin zu ziemlich luxuriösen Adressen ist eigentlich alles dabei. Aber wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem echten typischen englischen Narrowboat?
Hier könnt ihr auf einem traditionellen Kanalboot mitten in London übernachten und trotzdem ein erstaunlich ruhiges Stückchen London erleben. Das Narrowboat liegt in Hackney im Osten Londons, direkt am Regent’s Canal, direkt am Victoria Park.
Innen ist es total gemütlich und vor allem ziemlich individuell. Viel Holz und ein Oberlicht, das jede Menge Tageslicht ins Boot bringt, sorgen für eine richtig schöne Atmosphäre. Trotz der ungewöhnlichen Unterkunft müsst ihr dabei nicht auf viel Komfort verzichten. Das Narrowboat verfügt über ein Schlafzimmer, ein eigenes ganz kleines Badezimmer, eine Küchenzeile und einen gemütlichen Wohnbereich. Perfekt also nicht nur für eine Nacht, sondern auch für einen etwas längeren Aufenthalt.
East London direkt vor der Tür
Die Lage am Victoria Park ist richtig schön und praktisch noch dazu. Am Wochenende ist der Food Market nur ein paar Schritte entfernt und direkt im Park gibt es am Teich ein tolles Café mit eigener Bäckerei. Perfekt für Kaffee und frisches Gebäck am Morgen. Wer davor noch etwas Bewegung braucht, findet außerdem nur wenige Minuten entfernt einen Outdoor Fitness Parcours, kann im Park oder entlang der Kanäle spatzieren gehen. Innerhalb weniger Fussminuten findet ihr ebenfalls viele nette Restaurants oder Pubs.
Hier kannst du deinen Aufenthalt auf dem Kanalboot buchen.
The Hoxton Southwark
Das The Hoxton Southwark* ist genau die Art von Hotel, die ich in London mag. Lässig, modern und mit ziemlich viel Charakter. Das Hotel liegt nur wenige Minuten von der Themse entfernt. Viele Londoner Highlights könnt ihr von hier aus wunderbar zu Fuß erkunden. Und auch das Viertel selbst ist spannend, wenn ihr London mal etwas abseits der klassischen Innenstadt erleben möchtet.
Besonders schön finde ich das Seabird, das Restaurant des Hotels. Auf der großen Terrasse trifft modernes London auf entspannten Boho Style und dazu gibt es einen ziemlich tollen Blick über die Stadt. Gerade bei schönem Wetter würde ich hier unbedingt einen Tisch draußen nehmen.
Canopy by Hilton London City
Das Canopy by Hilton London City* liegt in der City of London, direkt bei Aldgate, und ist damit eine ziemlich praktische Adresse, wenn ihr London gerne zu Fuß erkundet. Tower Bridge, Tower of London und Sky Garden sind nicht weit entfernt. Das Design ist modern, aber trotzdem gemütlich und nicht so kühl, wie man es bei manchen Stadthotels kennt. Nach einem langen Tag durch London ist das durchaus nicht unwichtig.
Auch beim Frühstück kann das Hotel punkten. Dazu kommt mit Florattica eine Rooftop-Bar im 11. Stock, die mit ihrem floralen Design und dem Blick über die Londoner Skyline noch einmal eine ganz andere Seite des Hotels zeigt.
Treehouse Hotel London
Beim Treehouse Hotel* war ich schon vom Namen her neugierig. Und das Hotel hält tatsächlich, was er verspricht. Viel Holz, Pflanzen, natürliche Materialien und ein ziemlich cooler Boho Style sorgen für eine richtig schöne Atmosphäre. Auch die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und passen perfekt zum Konzept des Hotels. Das Treehouse liegt in Marylebone, ziemlich zentral und nur wenige Minuten von der Oxford Street und dem Regent’s Park entfernt.
Besonders schön ist The Nest, die Rooftop Bar und das Restaurant des Hotels. Als Hotelgast könnt ihr hier morgens frühstücken und habt dabei einen tollen Blick über London. Für mich allein schon ein ziemlich guter Grund, hier zu übernachten. Ab 12 Uhr wird The Nest dann zur Bar und zum Restaurant und ist auch für externe Gäste geöffnet. Gerade tagsüber finde ich die Aussicht besonders schön.





AMANO Covent Garden
Das AMANO Hotel* liegt mitten in Covent Garden und damit in einer der spannendsten Ecken Londons. Rund um das Hotel findet ihr jede Menge cooler Cafés, Restaurants, Bars und natürlich die zahlreichen West End Theater. Langweilig wird es hier definitiv nicht. Das Hotel selbst ist modern und stylisch, aber auch die Bar und das Restaurant haben uns richtig gut gefallen. Das Frühstück war fantastisch und damit war es bei unserem Besuch ein perfekter Start in den Tag. Und auch eine Rooftop-Bar gibt es. Von hier habt ihr einen schönen Blick über London und könnt abends sogar das beleuchtete London Eye sehen.
Badewanne mit Londonblick gefällig? Bitte schön. 🛁 Unser Eckzimmer hatte tatsächlich eine goldene Badewanne direkt am Fenster. Von hier aus konnten wir beim Baden auf die Straßen von London schauen. Viel besser wird eine Badewanne mit Aussicht eigentlich nicht. Und definitiv ist die Badewanne sehr insta-würdig!
The Mandrake
Das Mandrake* ist definitiv kein Hotel, das ich unter „praktisch und zweckmäßig“ einordnen würde. Dunkles Interior, viel Grün, ungewöhnliche Details und eine ziemlich besondere Atmosphäre machen das Boutiquehotel zu einem echten Hingucker.
Es wirkt fast ein bisschen wie eine kleine eigene Welt mitten in London. Und genau deshalb passt es für mich ziemlich gut in diese Liste. Wer bei einer Unterkunft nicht nur Wert auf ein bequemes Bett, sondern auch auf Design und Atmosphäre legt, sollte sich das Mandrake definitiv anschauen.



Gantry Hotel by Hilton
Das Gantry Hotel* liegt in Stratford, das sich für mich fast wie eine kleine Stadt in London anfühlt. Mit dem riesigen Westfield Stratford City Einlaufszentrum, unzähligen Shops und Restaurants, Kino und der netten Stratford High Street habt ihr hier eigentlich alles direkt vor der Tür. Auch der Olympiapark, das West Ham Stadion und die ABBA Voyage Show sind schnell erreichbar. Wer Lust auf etwas mehr East London hat, ist ebenfalls fix bei den Kanälen von Hackney mit ihren coolen Restaurants.
Das Hotel selbst ist modern und stylisch, hat ein gutes Frühstück und eine schöne Terrasse. Oben auf dem Dach gibt es außerdem ein Steakhouse. Für London finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis hier wirklich gut. Wir bleiben mittlerweile ziemlich häufig in Stratford, vor allem weil man mit der Tube in rund 20 Minuten in der Londoner Innenstadt ist und gleichzeitig sehr gut zum Flughafen Stansted kommt. Für uns daher gerade bei Flügen ab Stansted eine richtig praktische Alternative.



The Landmark London
Das The Landmark London* gehört zu den großen Fünf Sterne Klassikern der Stadt und liegt in Marylebone, direkt gegenüber der Marylebone Station und nur wenige Minuten von Baker Street und Regent’s Park entfernt. Auch Madame Tussauds, schöne Cafés, Restaurants und die kleinen Straßen von Marylebone sind gut zu Fuß erreichbar.
Besonders bekannt ist das Hotel für seinen Winter Garden. Unter einer riesigen gläsernen Kuppel stehen hier hohe Palmen und in der Mitte befindet sich ein großer Flügel. Allein die Atmosphäre ist ziemlich beeindruckend. Hier könnt ihr frühstücken oder abends essen, während im Hintergrund Pianomusik läuft. Auch der Afternoon Tea wird hier unter den Palmen serviert.
Gerade das Frühstück im Winter Garden stelle ich mir für einen London Aufenthalt ziemlich großartig vor. Erst einmal unter Palmen und Glas gemütlich frühstücken und danach direkt losziehen. Viel klassischer London geht eigentlich kaum.
Entdecke noch viele weiter tolle Hotels in London, die Auswahl ist wirklich extrem vielfätlig:
Restaurants & Cafés in London
Essen gehört in London genauso zum Programm wie Sightseeing. Und davon gibt es wirklich mehr als genug. Von kleinen Cafés über gute Pasta bis hin zu schicken Restaurants mit Aussicht ist hier kulinarisch eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei.
Ein paar Adressen, die sich besonders gut für eine Pause zwischen zwei London-Abenteuern eignen, findet ihr hier.
Bread Street Kitchen im 22 Bishopsgate
Das Restaurant im 22 Bishopsgate haben wir durch eine Netflix-Doku mit Gordon Ramsay entdeckt und wollten es deshalb unbedingt selbst ausprobieren. Das Bread Street Kitchen gehört zur Restaurantgruppe von Gordon Ramsay und liegt hoch oben im Gebäude. Neben dem modernen Design gibt es hier natürlich vor allem eines: einen richtig tollen Blick über London.
Der 22 Bishopsgate ist mit 278 Metern einer der höchsten Wolkenkratzer Londons und liegt mitten in der City of London, nicht weit von Liverpool Street und Leadenhall Market entfernt. Allein die Aussicht macht den Besuch schon zu einem kleinen Erlebnis.
Wir waren vorher schon im Bread Street Kitchen in Stratford und sind davon große Fans. Im Vergleich finden wir es dort etwas gemütlicher, die Karte ist ein bisschen größer und auch die Preise sind etwas niedriger. Wer es dagegen etwas fancyer mag und Lust auf Großstadtflair und eine richtig schöne Aussicht hat, für den ist das Bread Street Kitchen im 22 Bishopsgate auf jeden Fall einen Ausflug wert.


Honest Greens
Wer in London zwischendurch Lust auf gesundes, richtig gutes Essen hat, sollte sich HG in Soho anschauen. Die erste Londoner Filiale liegt in der St Anne’s Court, nur ein paar Schritte von der Carnaby Street entfernt. Die Marke kommt ursprünglich aus Spanien und ist dort mit zahlreichen Restaurants vor allem in Städten wie Barcelona, Madrid, Valencia und Alicante vertreten. London ist der erste Standort in Großbritannien.
Auf der Karte stehen frische, saisonale Gerichte, Garden Bowls, Market Plates, pflanzenbasierte Optionen und auch ein richtig schönes Frühstück. Vieles wird vor Ort frisch zubereitet, ohne ultraverarbeitete Zutaten und Konservierungsstoffe.
Und dann wäre da noch das Restaurant selbst: unglaublich schöner Boho Style, viel Liebe zum Detail und handgefertigtes Porzellan aus Portugal. Für mich passt Honest Greens damit ziemlich perfekt nach Soho und ist eine schöne Adresse, wenn gesundes Essen trotzdem alles andere als langweilig aussehen und schmecken soll.
Flour & Grape
Pasta. Mehr muss man eigentlich nicht sagen.
Okay, ein bisschen schon. Flour & Grape liegt in Bermondsey, in der Bermondsey Street, und ist eine kleine Pasta Bar mit frischer Pasta, italienischen Gerichten und einer schönen Auswahl an Wein. Besonders gut für London: Die Preise sind wirklich fair. Hier bekommt ihr für vergleichsweise kleines Geld richtig gute Pasta, dazu steht kostenlos Wasser auf dem Tisch. Reservierungen gibt es nicht, gerade am Wochenende kann es also schon mal ziemlich voll werden. Dann könnt ihr euch auf die Warteliste setzen lassen und unten in der Cellar Bar schon mal einen Drink nehmen. Wenn ihr Pasta mögt, solltet ihr Flour & Grape definitiv auf eure London Liste setzen.



Milk Beach
Ein bisschen Australien mitten in Soho gibt es bei Milk Beach. Das Restaurant bringt australische Küche, guten Kaffee und eine ziemlich entspannte Atmosphäre nach London. Auf der Karte stehen moderne Gerichte zum Teilen, Seafood, Fleisch vom Grill und verschiedene frische Gerichte, die sich wunderbar kombinieren lassen.
Auch das Restaurant selbst kann sich sehen lassen. Viel Holz, warme Farben und ein lässiger Look sorgen für einen entspannten Boho Style, der sich ziemlich angenehm vom Trubel in Soho abhebt. Dazu gibt es einen kleinen Innenhof, in dem ihr bei schönem Wetter draußen sitzen könnt.
Milk Beach eignet sich übrigens nicht nur für Lunch oder Dinner, sondern auch für ein ausgedehntes Frühstück. Gerade am Wochenende lässt sich hier der Tag ziemlich entspannt starten, bevor es wieder mitten hinein ins Londoner Getümmel geht.
Boconccino – Sonntagsbrunch
Wenn italienisches Essen auf der Speisekarte steht, bin ich grundsätzlich schon mal interessiert. Bei Bocconcino in Mayfair haben wir den Sonntagsbrunch gebucht und waren ziemlich begeistert. Das Buffet bietet eine schöne Auswahl an frischem Seafood, Salaten, warmen Gerichten und einer großen Dessertstation. Dazu kommen Gerichte, die frisch aus der Küche serviert werden. Ein Sunday Roast und Trüffelpasta sind ebenso im Preis des Brunchs enthalten.
Dazu gibt es Livemusik und eine richtig schöne Atmosphäre. Zusammen mit dem Essen wird daraus ein ziemlich besonderer Sonntag und für uns definitiv einer der schönsten Restaurantbesuche in London. Diesen tollen und ausgefallenen Brunch würden wir jederzeit wieder buchen.
Inamo
Bei Inamo in Covent Garden gehört ein bisschen Technik zum Restaurantbesuch dazu. Die Tische sind interaktiv, ihr bestellt direkt über die Tischoberfläche und könnt zwischendurch auch malen oder sogar Spiele wie Air Hockey oder Pool spielen. Essen gehen und nebenbei zocken? Warum eigentlich nicht. Auf der Karte stehen japanische, chinesische und thailändische Gerichte, vor allem zum Teilen. Wir hatten unter anderem Sushi und eine Dragon Roll, die tatsächlich wie ein kleiner Drache angerichtet war. Sieht cool aus und macht einfach Spaß.
Gerade mit Kindern oder Teenagern ist das natürlich eine ziemlich gute Idee, aber auch wir hatten unseren Spaß damit. Und danach geht es einfach noch eine Runde durch Covent Garden, vielleicht auf einen Drink oder weiter ins West End. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht.



Circolo Popolare
Das Circolo Popolare in Fitzrovia gehört zur französischen Big Mamma Group, die mittlerweile Restaurants in mehreren europäischen Ländern betreibt. Angefangen hat die Gruppe in Frankreich, inzwischen gibt es die ziemlich auffälligen Restaurants unter anderem auch in London und Deutschland.
Und auffällig ist hier wirklich das richtige Wort. Beim Interior wurde definitiv nicht gespart. Unzählige Pflanzen, riesige Spiegel, bunte Fliesen, Lampen und jede Menge italienischer Kitsch machen das Circolo Popolare zu einem ziemlich Instagram würdigen Restaurant. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Aber zum Glück sieht es nicht nur gut aus. Auch das italienische Essen ist richtig lecker, von Pizza und Pasta bis zu großen Desserts. Ein Restaurant also, bei dem Kamera und Magen gleichermaßen etwas zu tun bekommen.





Besondere Erlebnisse in London
London bietet einfach unglaublich viele Möglichkeiten. Von klassischen Sehenswürdigkeiten über Shows und Märkte bis hin zu Kunst, Aussichtspunkten und ziemlich ungewöhnlichen Erlebnissen könnte man wahrscheinlich Wochen in der Stadt verbringen und hätte trotzdem noch eine lange Liste offen.
Da fällt die Entscheidung manchmal gar nicht so leicht. Deshalb kommen hier ein paar Dinge, die wir selbst ausprobiert haben, uns richtig Spaß gemacht haben oder die wir bei unserem nächsten London Besuch definitiv wieder machen würden. Und ein paar Klassiker dürfen dabei natürlich trotzdem nicht fehlen.
Frameless
Frameless* ist Kunst, aber eben nicht auf die klassische Art. Die immersive und teilweise interaktive Ausstellung befindet sich in Marble Arch, nur wenige Minuten von Hyde Park und Oxford Street entfernt. Hier werden Kunstwerke digital und großflächig in verschiedenen Räumen präsentiert. Die Bilder bewegen sich über Wände und Böden, Musik kommt dazu und plötzlich steht man mitten in den Kunstwerken, statt sie nur anzuschauen.
Wir hatten hier richtig viel Spaß und waren überrascht, wie viel Freude das Erlebnis klein und groß gemacht hat. Wir hatten direkt den ersten Slot zur Öffnungszeit gebucht und das hat sich definitiv gelohnt. Zu diesem Zeitpunkt waren nur wenige Menschen da und die Räume wirkten dadurch noch einmal ganz anders. Als wir später gegangen sind, war es schon deutlich voller. Schön war es natürlich trotzdem, aber wenn ihr die Wahl habt, würde ich hier auf jeden Fall möglichst früh kommen.



The Helix
Ein bisschen Mut gehört hier definitiv dazu. The Helix* ist die 178 Meter lange Tunnelrutsche am ArcelorMittal Orbit im Queen Elizabeth Olympic Park in Stratford und damit nicht einfach nur ein Aussichtspunkt. In rund 40 Sekunden geht es durch 12 Kurven, mehrere enge Drehungen und einen ziemlich spektakulären Korkenzieher wieder nach unten. Dabei erreicht die Rutsche Geschwindigkeiten von bis zu 24 km/h.
Die Helix gilt als längste und höchste Tunnelrutsche der Welt und ist definitiv eines der ungewöhnlicheren London Erlebnisse. Ein bisschen Höhenangst sollte man vielleicht nicht gerade zum persönlichen Hobby gemacht haben. Die Rutsche ist ab 8 Jahren und 1,30 m Körpergröße zugelassen. Und weil ihr dafür sowieso in Stratford seid, lässt sich das Ganze wunderbar mit einem Besuch im Westfield Stratford City, dem Olympiapark oder einem Lunch im Bread Street Kitchen von Gordon Ramsay in Stratforf verbinden. Danach darf man dann auch guten Gewissens behaupten, sich das Essen verdient zu haben.
F1 Arcade
Für Formel 1 Fans gibt es in London ebenfalls ein ziemlich cooles Erlebnis. Das F1 Arcade liegt inzwischen mitten in der City of London, direkt gegenüber von St Paul’s Cathedral in One New Change. Die Location ist also deutlich zentraler als der frühere Standort in Stratford.
Hier geht es nicht nur ums Zuschauen, sondern selbst ans Steuer. In den Full Motion Rennsimulatoren tretet ihr gegeneinander an und könnt euch mit Freunden oder der Familie auf der Rennstrecke messen. Dazu kommen große Screens, Rennsound und Live Daten, sodass das Ganze schon ziemlich nah an echtem Rennfeeling ist. Und keine Sorge: Man muss kein Formel 1 Profi sein, um Spaß daran zu haben. Ein bisschen Ehrgeiz schadet allerdings nicht.


London Dungeon
Wer Lust auf die etwas düsterere Seite Londons hat, ist im London Dungeon* richtig. Die Attraktion liegt direkt an der South Bank, nur wenige Schritte vom London Eye entfernt. Hier werden einige der dunkelsten Geschichten der Stadt mit Schauspielern, aufwendigen Kulissen, Spezialeffekten und ziemlich viel schwarzem Humor zum Leben erweckt. Dabei geht es unter anderem um Jack the Ripper, Sweeney Todd und die Pest, und ganz nebenbei erfährt man tatsächlich einiges über die weniger schöne Geschichte Londons.
Ein bisschen Nerven braucht ihr allerdings schon. Gerade die Kombination aus Live Schauspiel, Dunkelheit und den überraschenden Effekten macht das Ganze ziemlich intensiv. Für Familien mit älteren Kindern und Teenagern ist es eine spannende Abwechslung zum klassischen Sightseeing. Und die Aussicht vor dem Dungeon ist definitiv schon den Ausflug dahin wert.


Covent Garden, West End, Soho & Kino
Covent Garden ist eigentlich der perfekte Ort für einen London Abend. Rund um die Covent Garden Market Halls findet ihr jede Menge Shops, Restaurants, Bars und Cafés und auch auf der Piazza gibt es immer etwas zu sehen. Unweit liegen Seven Dials, Neal’s Yard und Soho oder China Town, sodass ihr von hier aus wunderbar weiter durch die kleinen Straßen ziehen könnt. Soho ist die richtige Adresse für kleine Concept Stores, ausgefallene Cafés, gute Restaurants und jede Menge Londoner Trubel. Dazu kommen Straßenkünstler, das Royal Opera House und natürlich jede Menge Theater.
Hier lässt sich erst ein bisschen bummeln, etwas essen oder einen Drink nehmen und anschließend eine West End Show anschauen. Und wenn euch nicht nach Theater ist, geht es stattdessen ins Odeon Luxe Cinema am Leicester Square. Die Sitze im Hauptsaal sind so bequem und großzügig, dass man nach einem langen Sightseeing Tag auch einfach mal die Füße hochlegen kann.
Tagesausflug ab London
Ausflug ans Meer: Lymington & Isle of Wight
Nach ein paar Tagen London darf es auch mal etwas Meer sein. Lymington ist ein richtig charmantes kleines Küstenstädtchen am Rand des New Forest und lässt sich von London aus ziemlich unkompliziert erreichen. Von Waterloo geht es mit dem Zug Richtung Lymington, in der Regel mit Umstieg in Brockenhurst. Für einen Tagesausflug ist das auf jeden Fall machbar.
In Lymington selbst könnt ihr ein bisschen durch die hübschen Straßen und am Hafen entlangbummeln, in einem Café sitzen, essen gehen oder einfach ein paar Stunden Küstenluft schnappen. Wer mehr Zeit hat, kann natürlich auch gleich ein paar Tage bleiben. Und wenn euch das noch nicht genug nach Urlaub klingt, geht es von Lymington Pier mit der Fähre in rund 40 Minuten nach Yarmouth auf die Isle of Wight. Die Überfahrt führt durch den Solent und ist schon für sich ein ziemlich schöner Teil des Ausflugs.
Für Lymington reicht ein Tagesausflug gut aus. Wenn ihr aber noch die Isle of Wight mitnehmen möchtet, würde ich mindestens eine Übernachtung einplanen. Die Insel hat einfach zu viel zu bieten, um nach der Anreise, Fährfahrt und ein bisschen Sightseeing schon wieder zurückzufahren.
Ich war selbst war ein paar Tage auf der Isle of Wight unterwegs und habe euch dazu einen eigenen Guide mit meinen Tipps für die Insel zusammengestellt.
Mein Fazit:
London komplett zu schaffen, ist eigentlich unmöglich. Und muss man auch nicht. Beim ersten Besuch gehören Buckingham Palace, Big Ben und Tower Bridge natürlich dazu. Danach darf die klassische Sightseeing Liste aber ruhig mal in der Tasche bleiben.
Denn London kann eben viel mehr: besondere Hotels, kleine Cafés, gutes Essen, Kunst, Hausboote, Rooftop Bars und sogar einen Abstecher ans Meer. Dazwischen noch ein bisschen durch Soho oder Covent Garden treiben lassen und schon ist der nächste London Tag wieder voll.
Kurz & knapp: London Fun Facts
• Älteste U-Bahn: Die London Underground fährt seit 1863.
• Viel Grün: Rund 40 % Londons bestehen aus Grünflächen.
• Fast 2.000 Jahre alt: Die Römer gründeten Londinium im Jahr 43 n. Chr.
• Square Mile: Die City of London ist nur rund eine Quadratmeile groß und hat eine eigene Verwaltung.
• Flüsse unter der Stadt: Alte Flüsse wie der River Fleet fließen heute unterirdisch durch London.
• Olympia-Rekord: London war bereits dreimal Gastgeber der Olympischen Sommerspiele.
• Eisbär in der Themse: Im 13. Jahrhundert lebte tatsächlich ein Eisbär im Tower of London und durfte in der Themse schwimmen.
- London Tipps: Hotels, Restaurants & Erlebnisse
London geht eigentlich immer. Zumindest für mich. Die Stadt ist groß, laut und manchmal ein bisschen chaotisch. London ist aber auch aufregend, weltoffen, bunt, kreativ und unglaublich vielseitig. Eine Weltstadt mit beeindruckender Architektur, coolen Vierteln, tollen Parks und gefühlt unendlich vielen Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Langweilig wird es hier jedenfalls nicht. Natürlich gehören… - Korsika Guide: Die schönsten Orte, Strände und Tipps im Süden
Der Süden Korsikas ist für mich eine dieser Regionen, bei denen man eigentlich gar nicht viel falsch machen kann. Türkisblaues Meer, weiße Sandstrände, kleine Buchten, beeindruckende Küsten und dazu hübsche Orte mit viel korsischem Charme. Besonders gefällt mir das Fehlen von großen Hotelburgen, die sich aneinander reihen. In diesem Guide geht es vor allem um… - Leuchtturm auf Korsika: Ein außergewöhnliches Ferienhaus
Ruhe, Meerblick und ein kleiner Leuchtturm direkt vor der Tür. Das “Leuchtturmzimmer” bei La Chiappa im Süden von Korsika ist definitiv keine gewöhnliche Unterkunft. Es liegt abgeschieden auf einem Hügel über dem Meer und fühlt sich ein bisschen so an, als hätte man sich für ein paar Tage aus der Welt verabschiedet. Kein Trubel, kaum…










































































