Die Eifeler Seehütte am Riedener Waldsee: Unsere Tipps
Es gibt Wochenenden, da braucht es gar keine große Reise. Genau so ging es uns dieses Mal. An einem heißen Sommertag wollten wir einfach raus aus der Stadt, die Natur genießen, gut essen und zwischendurch in einen See springen. Unsere Wahl fiel auf die Eifeler Seehütte am Riedener Waldsee. Ehrlich gesagt hätten wir uns kaum einen passenderen Ort aussuchen können, denn die Eifeler Seehütte ist perfekt für eine Auszeit in der Natur. Schon bei der Ankunft war klar, warum viele diesen Ort in der Eifel für ein entspanntes Wochenende empfehlen. Die Eifeler Seehütte liegt direkt am Wasser. Rundherum gibt es dichte Wälder, sanfte Hügel und erstaunlich viel Ruhe. Statt Straßenlärm hört man hier Vogelgezwitscher und ab und zu das Lachen der Badegäste am See.
Genau solche Orte mögen wir. Alles geht etwas langsamer. Niemand scheint es eilig zu haben und spätestens nach den ersten Minuten fragt man sich, warum man solche Wochenenden nicht viel öfter einplant.

Restaurant der Eifeler Seehütte
Bevor wir überhaupt an unser Zimmer gedacht haben, zog es uns erst einmal auf die Terrasse. Und ehrlich gesagt ist genau sie für uns das Herzstück der Eifeler Seehütte. Die große Eckterrasse des Restaurants liegt direkt am Wasser. Von unserem Tisch aus konnten wir auf den Riedener Waldsee schauen und den Blick bis zu den bewaldeten Hügeln der Eifel schweifen lassen. Viel idyllischer kann man wohl kaum irgendwo zu Mittag essen.
Die Speisekarte bietet genau die richtige Mischung: klassische Lieblingsgerichte wie Schnitzel, frische Salate, Fisch und saisonale Spezialitäten sowie vegetarische Gerichte. Perfekt, wenn nach einem Tag in der Natur der Hunger groß ist. Wir entschieden uns ganz klassisch für einen frischen Salat und ein Schnitzel mit Pommes. Manchmal ist genau das Richtige: einfach ehrliches, leckeres Essen in einer wunderschönen Umgebung. Natürlich durfte anschließend noch Kaffee, Kuchen und ein Eis nicht fehlen. Schließlich gehört das für uns zu einem gelungenen Ausflug irgendwie dazu!
Auch der Service war richtig herzlich. Wir haben uns sofort wohlgefühlt und hätten problemlos noch eine Stunde länger auf der Terrasse sitzen bleiben können. Bei dem Ausblick fällt das ehrlich gesagt auch überhaupt nicht schwer. Wenn ihr einen Tisch auf der Terrasse ergattert, werdet ihr schnell verstehen, warum.
Gemütlich übernachten am Riedener Waldsee
Für unseren Aufenthalt haben wir in der Suite im Dachgeschoss* übernachtet und uns auf Anhieb richtig wohlgefühlt. Die Einrichtung trifft genau unseren Geschmack. Viel Holz, warme Naturtöne und alles schön gemütlich, ohne zu viel zu sein. Man fühlt sich eher wie in einer liebevoll eingerichteten Ferienwohnung als in einem Hotelzimmer.
Am meisten haben wir uns allerdings über die beiden Balkone gefreut. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand den Blick über den Riedener Waldsee schweifen zu lassen, war für uns der schönste Start in den Tag. Da blieb der Kaffee morgens auch gerne mal ein bisschen länger stehen. Dank Kaffeemaschine und Wasserkocher im Zimmer mussten wir dafür noch nicht einmal die Tür öffnen. Im Wohnbereich gibt es außerdem eine gemütliche Sitzecke. Perfekt, wenn das Wetter einmal nicht mitspielen sollte oder man den Abend einfach entspannt ausklingen lassen möchte.
Auch das Badezimmer hat uns total gut gefallen. Die große Regendusche mit Sternenhimmel sorgt fast ein bisschen für Wellnessgefühl und nach einem heißen Sommertag tat eine erfrischende Dusche richtig gut. Herrlich!
Übrigens muss es gar nicht unbedingt die Suite sein. Auch die 4 Zimmer* eine Etage darunter verfügen über Seeblick und wirken genauso gemütlich. Während wir dort saßen, mussten wir kurz daran denken, wie schön es hier wohl im Winter sein muss. Draußen vielleicht Schnee, der Blick auf einen zugefrorenen See und drinnen eine heiße Tasse Tee. Wir würden sehr gerne noch einmal zu einer ganz anderen Jahreszeit wiederzukommen. Oder noch besser: zu allen Jahreszeiten!

Frühstück mit Seeblick
Wenn wir in einem Hotel übernachten, gehört das Frühstück fast immer zu unseren Highlights. Wir lieben gemütliche Frühstücksbuffets und freuen uns meistens schon am Vorabend auf den ersten Kaffee oder Saft am nächsten Morgen. Umso schöner, dass uns die Eifeler Seehütte auch hier nicht enttäuscht hat.
Das Frühstück wird als Buffet angeboten und bietet genau die richtige Auswahl für einen entspannten Start in den Tag. Frische Brötchen, verschiedene Aufschnitte, Käse, Eier, Müsli, Obst sowie Kaffee, Tee und Säfte. Nicht riesig, sondern einfach genau richtig. Und mit einer zweiten Tasse Kaffee sitzt es sich auf der Terrasse sowieso gleich noch ein bisschen länger.
Übrigens können hier auch externe Gäste frühstücken. Wenn ihr also nicht allzu weit entfernt wohnt und euch mal ein entspanntes Frühstück mit Blick auf den Riedener Waldsee gönnen möchtet, können wir euch die Eifeler Seehütte wirklich empfehlen. Vor allem im Sommer sitzt man draußen einfach herrlich und startet ganz entspannt in den Tag.

Freizeit rund um den Waldsee
Natürlich haben wir nicht das ganze Wochenende nur auf der Terrasse gesessen. So verlockend das auch gewesen wäre. Rund um den Riedener Waldsee gibt es nämlich einiges zu entdecken und alles erreicht man ganz bequem zu Fuß. Besonders schön fanden wir, dass hier alles angenehm überschaubar ist. Kein großes Freizeitparadies, keine überfüllte Promenade und keine laute Musik. Stattdessen Natur, viel Grün und genau die richtige Mischung aus Erholung und kleinen Freizeitmöglichkeiten.
Direkt neben der Eifeler Seehütte gibt es einen Fitnessparcours mit verschiedenen Outdoor-Geräten. Wer morgens vor dem Frühstück noch ein bisschen Bewegung braucht, wird hier fündig. Auch joggen oder spazieren kann man herrlich auf den Waldwegen rund um den See und in der Umgebung.
Auch Familien kommen auf ihre Kosten. Direkt am See neben der Seehütte liegt ein schöner Spielplatz, auf dem sich Kinder austoben können, während die Eltern den Blick aufs Wasser genießen. Am Ufer befindet sich außerdem ein kleiner Bootsverleih. In der Saison könnt ihr hier aber unter anderem Tretboote und Kanus ausleihen. Wir können uns gut vorstellen, dass der Riedener Waldsee vom Wasser aus noch einmal eine ganz andere Atmosphäre bekommt.
Badespaß im Sommer
Für uns war einer der Hauptgründe, überhaupt an den Riedener Waldsee zu fahren, die Möglichkeit, an einem heißen Sommertag ins Wasser zu springen. Und genau das haben wir natürlich auch gemacht. Der See verfügt über eine gepflegte Liegewiese mit sonnigen und schattigen Plätzen. Besonders angenehm fanden wir, dass alles sehr ordentlich wirkte und trotzdem seinen natürlichen Charakter behalten hat.
Gebadet wird in einem abgegrenzten Bereich. Das macht den See auch für Familien mit kleineren Kindern interessant. Aber Achtung bei Kleinkindern: Es gibt am See keinen Badestrand mit seichtem Wasser, sondern man kommt über eine Leiter am Steg direkt ins tiefe Wasser. Außerdem gibt es in der Mitte eine kleine Schwimmplattform. Wer möchte, kann hinausschwimmen, kurz verschnaufen und einfach den Blick über den See genießen. Gerade an warmen Sommertagen können wir uns kaum einen idyllischeren Ort vorstellen, um ein paar Stunden abzuschalten.



Al Lago, das Italienisches Restaurant am See
Falls ihr mehrere Tage bleibt, müsst ihr übrigens nicht jeden Abend im selben Restaurant essen. Auf der gegenüberliegenden Seeseite befindet sich wenige Minuten zu Fuß entfernt ein stylisches, italienisches Restaurant mit Terrasse direkt am Wasser. Die Lage ist ebenfalls wunderschön und bietet eine prima Ergänzung zur Eifeler Seehütte. Die Speisekarte des Al Lago bietet eine große Auswahl an klassischen italienischen Gerichten, von Antipasti über hausgemachte Pasta und knusprige Pizza bis hin zu Fisch, Fleisch und leckeren Desserts. Da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.
Die schönsten Ausflugsziele rund um die Eifeler Seehütte
Wenn ihr mehrere Tage in der Eifeler Seehütte verbringt, lohnt es sich auf jeden Fall, die Umgebung zu erkunden. Das Schöne ist, dass viele Ausflugsziele nur wenige Autominuten entfernt liegen. So könnt ihr morgens ganz entspannt frühstücken und seid trotzdem schnell mitten im nächsten kleinen Abenteuer.
Monreal – das Bilderbuchdorf in der Eifel
Schon lange stand Monreal auf unserer Wunschliste. Als wir gesehen haben, dass das kleine Fachwerkdorf nur etwa 15 Minuten von der Eifeler Seehütte entfernt liegt, war die Entscheidung schnell getroffen. Und was sollen wir sagen? Der Besuch hat sich wirklich gelohnt!
Monreal gehört für uns zu den schönsten Dörfern der Eifel. Überall stehen liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, dazwischen schlängelt sich die Elz durch den Ort und über allem thronen die beiden Burgruinen Löwenburg und Philippsburg.
Am schönsten fanden wir allerdings, dass Monreal überhaupt nicht geschniegelt wirkt. Hier gibt es keine endlosen Souvenirläden und keine überfüllten Gassen. Stattdessen schlendert man einfach durch den Ort, bleibt immer wieder auf einer kleinen Brücke stehen und entdeckt hinter jeder Ecke neue Fotomotive. Wer Lust hat, kann zu den beiden Burgruinen hinaufwandern. Der Weg ist nicht besonders lang und der Blick über die Dächer von Monreal lohnt sich auf jeden Fall.
Unser Tipp: Nehmt euch einfach Zeit. Monreal ist kein Ort, den man möglichst schnell abhaken sollte. Bestellt euch einen Kaffee, zum Besispiel im Alten Pfarrhaus setzt euch ans Wasser und genießt einfach die Atmosphäre. Genau dafür ist dieser Ort gemacht.
Maria Laach und der Laacher See
Nur rund 20 Minuten von der Eifeler Seehütte entfernt liegt die Benediktinerabtei Maria Laach. Selbst wenn ihr euch normalerweise nicht besonders für Klöster interessiert, solltet ihr hier einen Stopp einplanen.
Die beeindruckende Abtei wurde bereits im Jahr 1093 gegründet und zählt zu den bedeutendsten romanischen Klosteranlagen Deutschlands. Trotzdem wirkt das gesamte Gelände angenehm entspannt und überhaupt nicht wie ein klassisches Museumsziel. Uns hat besonders gefallen, dass man den Besuch wunderbar mit einem Spaziergang am Laacher See verbinden kann. Der größte See von Rheinland Pfalz entstand vor rund 13.000 Jahren durch einen gewaltigen Vulkanausbruch. Verrückt, wenn man sich vorstellt, wie ruhig die Landschaft heute wirkt.
Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, könnt ihr euch am Bootsverleih ein Boot ausleihen oder einfach den Rundweg am See entlang spazieren. Anschließend lohnt sich noch ein Abstecher in den Klosterladen. Hier gibt es viele regionale Produkte, Bücher und kleine Mitbringsel. Außerdem könnt ihr im Restaurant oder Café einkehren und den Ausflug ganz entspannt ausklingen lassen.


Der Nürburgring: ein Kontrastprogramm
Falls euch zwischendurch nach etwas mehr Action ist, erreicht ihr den Nürburgring ebenfalls in kurzer Zeit.
Selbst wenn ihr keine eingefleischten Motorsportfans seid, lohnt sich ein Blick in den Veranstaltungskalender. Rund ums Jahr finden hier Rennen, Festivals und verschiedene Events statt. Außerdem gibt es Führungen über das Gelände sowie die Motorsport-Erlebniswelt, in der ihr einen Blick hinter die Kulissen der berühmtesten Rennstrecke Deutschlands werfen könnt.
Ahrweiler: Fachwerk, Wein und Urlaubsgefühl
Ahrweiler hat uns sofort begeistert. Schon nach den ersten Metern durch die Altstadt wussten wir, dass wir hier gut und gerne noch ein paar Stunden länger hätten verbringen können. Kleine Gassen, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und die fast vollständig erhaltene Stadtmauer verleihen dem Ort unglaublich viel Charme. Ehrlich gesagt braucht Ahrweiler gar keine große To-Do Liste. Am schönsten ist es, einfach durch die kleinen Gassen zu schlendern, hier und da in eine Vinothek zu schauen und sich zwischendurch irgendwo draußen in die Sonne zu setzen.
Wenn ihr Wein mögt, seid ihr im Ahrtal sowieso genau richtig. Rund um Ahrweiler gibt es zahlreiche Weingüter, Vinotheken und gemütliche Weinstuben. Besonders gut gefallen hat uns der Winzerhof Körtgen. Im idyllischen Innenhof sitzt man herrlich entspannt unter Palmen bei regionalen Weinen und typisch regionalen Gerichten. Genau der richtige Ort, um einen Sommertag gemütlich ausklingen zu lassen.
Ein weiteres Highlight ist das Weingut Försterhof mit seinen Weinterrassen. Die außergewöhnliche Architektur erinnert ein wenig an die Werke von Antonio Gaudí und Friedensreich Hundertwasser und fügt sich trotzdem wunderbar in die Weinberge ein. Von der Terrasse habt ihr einen tollen Blick über das Ahrtal und könnt bei einem Glas Wein einfach die Aussicht genießen. Fast ein bisschen wie Urlaub in Südfrankreich, nur eben mitten in Deutschland.
Noch mehr entdecken
Natürlich gibt es rund um die Eifeler Seehütte noch viele weitere Ausflugsziele. Auch Koblenz mit dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel erreicht ihr in gut einer Stunde. Wer lieber in der Natur bleibt, findet dagegen unzählige Wanderwege, Radtouren und Aussichtspunkte direkt in der Eifel. Genau diese Mischung hat uns begeistert.
Ihr könnt morgens am See frühstücken, mittags durch ein Fachwerkdorf bummeln, nachmittags in den Weinbergen sitzen oder den Tag bei einem Spaziergang durch den Wald ausklingen lassen. Kein Programmpunkt liegt weit entfernt und trotzdem fühlt sich jeder Tag ein bisschen anders an. Für uns macht genau das den Reiz dieser Region aus.
Unser Fazit zur Eifeler Seehütte
Unser Wochenende in der Eifeler Seehütte hat uns mal wieder gezeigt, dass man gar nicht weit fahren muss, um richtig abzuschalten. Die Kombination aus der gemütlichen Unterkunft, der Terrasse direkt am See, leckerem Essen und den vielen schönen Ausflugszielen in der Umgebung hat uns wirklich begeistert.
Egal, ob ihr einfach ein entspanntes Wochenende verbringen, im Riedener Waldsee baden oder die Eifel erkunden möchtet; die Eifeler Seehütte ist dafür der perfekte Ausgangspunkt. Wir sind jedenfalls nicht zum letzten Mal hier gewesen. Beim nächsten Mal packen wir einfach noch ein bisschen mehr Zeit ein. Die kann man hier nämlich richtig gut gebrauchen.
Kurz & knapp : Eifeler Seehütte & Eifel
• Lage: Direkt am Riedener Waldsee in der Osteifel, rund 30 Minuten von Koblenz und eine gute Stunde von Köln entfernt.
• Perfekt für: Wochenendtrips, Natururlaub, Wandern, Baden, Radfahren und alle, die einfach mal abschalten möchten.
• Beste Reisezeit: Das ganze Jahr über. Im Sommer locken der Badesee und die Terrasse, im Herbst die bunten Wälder und im Winter die gemütliche Atmosphäre mit Kamin und Schneelandschaften
• Highlights: Restaurant mit Seeterrasse, gemütliche Zimmer mit Seeblick, Badestelle, Wanderwege und viele schöne Ausflugsziele in der Umgebung.
• Unser Tipp: Plant mindestens zwei Übernachtungen ein. So bleibt genug Zeit für den Riedener Waldsee, Monreal, Maria Laach und einen entspannten Nachmittag auf der Terrasse.
• Fun Fact: Wer in der Eifel unterwegs ist, begegnet fast zwangsläufig einer Burg. Über 300 Burgen, Burgruinen und Schlösser verteilen sich über die Region.
Und sonst so?
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